Über Andalusienandalusie_coat_of_arms

Einige Fakten
Geschichte
Monumente
Das andalusische Volk
Die andalusische Küche
Flamenco
Feiertage
Durchschnittstemperaturen



Einige Fakten
Andalusien (spanisch Andalucía) ist von den 17 autonomen Gemeinschaften Spaniens die südlichste, die auf dem Festland liegt. Andalusien grenzt im Norden an Kastilien-La Mancha und an die Extremadura und im Süden an das Mittelmeer und den Atlantik. Im Osten grenzt sie an Murcia und im Westen an Portugal. Die Hauptstadt Andalusiens und gleichzeitig die größte Stadt ist Sevilla. Andalusien ist in 8 Provinzen unterteilt: Huelva, Seville, Cadiz, Cordoba, Malaga, Jaén, Granada und Almeria. Es wird Andalusisch, ein spanischer Dialekt, gesprochen, der sich phonetisch erheblich von der spanischen Standardvarietät des Spanischen unterscheidet. Auch für Spanier aus anderen Regionen ist der Dialekt ungewohnt. Es ist ein Dialekt, der nach der umstrittenen Andalucismo-These die Umgangssprache Lateinamerikas stark beeinflusst haben soll. Andalusisch, auf spanisch andaluz, zeichnet sich durch das Verschlucken oder Aspirieren der Buchstaben „s“ oder „d“ in der Mitte oder am Ende eines Wortes aus. Die Verniedlichungsform -illo/a am Ende eines Nomen, statt des üblichen -ito/a ist oft zu hören.

Basisdaten . .spain_map .
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Land Spanien
Verwaltungssitz Sevilla
Fläche 87.268 km²
.Einwohner 8.039.399
Bevölkerungsdichte 92,1 Einw./km²
Ausdehnung Nord-Süd: ca. 251 km
West-Ost: ca. 535 km
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Geschichte
Der lateinische Name Andalusiens lautete Hispania Baetica, benannt nach dem Großen Fluss Baetis (auch: Betis), dem Araber später seinen bis heute bestehenden Namen Guadalquivir gaben.
Zu Zeiten der römischen Herrschaft in Hispanien lernten die Andalusier schnell die lateinische Sprache und vertrugen sich recht gut mit den römischen Legionären. Die in Hispanien stationierten Truppen überwinterten mit Vorliebe in diesem wärmsten Teil der Iberischen Halbinsel. In der fruchtbaren Ebene des Guadalquivir wurden schließlich zahlreiche römische Niederlassungen gegründet, aus denen sich später große Städte nach römischem Vorbild entwickelten. So wurde Andalusien zu einer urbanen Region, und viele Bewohner dieses Landstriches erhielten sogar die römische Staatsbürgerschaft. Außerdem richteten die Römer Schifffahrtswege über Flüsse und Meereshäfen ein und bauten und befestigten überregionale Straßenverbindungen, um Gemüse und Obst von hier nach Italien und in andere Provinzen zu bringen. Auch das Christentum fasste hier im 4. Jahrhundert Fuß.
In der Spätantike, als das Weströmische Reich Auflösungserscheinungen zeigte, fielen zu Beginn des 5. Jahrhunderts Vandalen und andere germanische Stämme in Hispanien ein. Nach der Mitte des 5. Jahrhunderts eroberten die Westgoten Hispanien und begründeten ein eigenes Reich mit der Hauptstadt Toledo. Im 6. Jahrhundert wurden Teile Andalusiens von den Oströmern besetzt, die sich jedoch zu Beginn des 7. Jahrhunderts zurückziehen mussten. 711 überschritten die Mauren die Meerenge und eroberten binnen weniger Jahre den Großteil des Westgotenreichs (siehe auch Al-Andalus, Geschichte Spaniens, Islamische Expansion).
Andalusien stand von allen spanischen Regionen am längsten unter islamischer Herrschaft. Ihre Blüte erreichte diese unter dem Emirat von Córdoba, dem Kalifat von Córdoba sowie den Nasriden im Königreich Granada. Die Einflüsse der Muslime sind auch heute noch vor allem in der Architektur zu sehen: die Alhambra in Granada, die Mezquita von Córdoba, die Giralda in Sevilla. Die Herrschaft der Mauren in Spanien wurde durch die Reconquista 1492 in Granada beendet (vergleiche auch: Geschichte Spaniens).

Monumenteandalusia_monument
· El Torcal, Antequera (Málaga)
· Medina Azahara, Córdoba
· Mezquita, Córdoba
· Alhambra, Granada
· Palast von Carlos V, Granada
· Charterhouse, Granada
· Albayzín, Granada
· Alcazaba, Málaga
· El Tajo, Ronda (Málaga)
· La Giralda, Sevilla
· Torre del Oro, Sevilla
· Plaza de España, Sevilla
· Kathedrale von Sevilla, Sevilla
· Alcázar, Sevilla
· Vázquez de Molina Square, Úbeda (Jaén)


andalusian_people Das andalusische Volk
Die Andalusier sind die Volksgruppe in Spanien, die in der autonomen Region Andalusien leben. Sie werden im allgemeinen nicht als eigene ethnische Gruppe bezeichnet, da sie weder eine offizielle Sprache haben, noch eine gemeinsame Herkunft als eigenständiges Volk haben, wobei letzteres umstritten ist. Dennoch haben sie einen eigenen Dialekt und eine reiche Kultur, wie z.B. die berühmte Musik und den Tanzstil des Flamencos.


Die andalusische Küche
In der andalusischen Küche vermischen sich unterschiedliche Einflüsse; sie enthält u.a. auch orientalische Elemente aus der vormaligen Besetzung durch die Mauren. Dieser Einfluss ist vor allem bei den Desserts spürbar, bei deren Zubereitung häufig Mandeln und Honig verwendet werden. Ansonsten spielt als Gewürz Knoblauch eine wichtige Rolle. Vor dem Hauptgericht und als kleiner Imbiss werden häufig Tapas gereicht. In den sehr heißen Sommern wird eine leichte Küche bevorzugt wie Gazpacho, eine kalte Gemüsesuppe, die ursprünglich von Bauern und Landarbeitern auf dem Feld gegessen wurde. Eine Variante ist der Salmorejo.
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In der ländlichen Küche werden im Herbst und Winter viele Eintopfvarianten und Schmorgerichte zubereitet. Dazu gehört der cocido, ein Kichererbsen-Eintopf mit Schinkenknochen, Paprikawurst und Blutwurst. Aus ganz ähnlichen Zutaten besteht olla de San Antón. Aus Granada stammt ein typisches Gericht aus Saubohnen mit Schinken, habas con jamón. Weit verbreitet sind auch Fleischgerichte mit Kaninchen und Lamm, beim Gemüse neben Bohnen auch Auberginen und Artischocken.

An der Küste dominieren naturgemäß die Fischgerichte, häufig frittiert zubereitet als frituras. Bekannt sind unter anderem boquerones adobados (marinierte Anchovis) und moraga de sardinas, ein Sardinengericht mit Weißwein, Knoblauch und Olivenöl. Eine Spezialität aus Cádiz sind Tintenfische (chocos).
Andalusien ist bekannt für sehr guten luftgetrockneten Schinken, Ziegen und Schafskäse, zudem auch für den Sherry, der seinen Ursprung in Jerez de la Frontera hat und nicht nur als Getränk, sondern auch beim Kochen verwendet wird.

Für Sevilla ist eine eher einfache ländliche Küche typisch. Beliebte Gerichte sind Nieren in Sherrysauce, gefüllte Artischocken und eben Gazpacho. In Almería gibt es eine Vorliebe für Suppen wie die sopa de Almeria mit Meeresfrüchten und die sopa de ajo (Knoblauchsuppe), aber auch frituras und Wildgerichte. In Málaga spielen Fisch und Meeresfrüchte eine bedeutende Rolle wie bei arroz a la marinera (Reis mit Meeresfrüchten) oder gambas a la plancha (Garnelen).

Flamenco
Flamenco ist die Bezeichnung für eine Gruppe von Liedern und Tänzen aus Andalusien. Er gilt als traditionelle spanische Musik, geht jedoch auf Einflüsse unterschiedlicher Kulturen zurück. Die musikalische Praxis besteht aus Gesang (cante), Instrumentalspiel (toque), insbesondere dem Spiel der Gitarre (guitarra flamenca) und Tanz (baile).
Charakteristisch für die Musik des Flamenco sind seine metrischen Grundmuster (compás), sowie die häufige Verwendung modaler Wendungen in Melodik und Harmonik.
Die Entstehung des Flamenco ist untrennbar mit der historischen, sozialen und kulturellen Entwicklung der südspanischen Region Andalusien verbunden.
Die traditionelle Musikkultur Andalusiens und damit auch der Flamenco wurden überwiegend schriftlos, also oral tradiert. Der Mangel an Belegen für eine Existenz des Flamenco vor dem 19. Jahrhundert führte dazu, dass zahlreiche Theorien entstanden, die seine Ursprünge in weiter zurückliegenden Einflüssen verschiedener Kulturen suchen. Die meisten dieser Theorien sind jedoch nicht belegbar.

Zwischen Gesang und Tanz herrscht ein komplexes Wechselspiel, das für den ungeübten Zuschauer kaum zu durchschauen ist, aber sehr strengen Regeln folgt. Männer und Frauen tanzen normalerweise allein, also nicht paarweise.
Auf Bühnen werden einstudierte Choreographien vorgetanzt. Dabei werden normalerweise traditionelle Elemente und Schritte verwendet, die nur sehr fortgeschrittene Tänzer und Tänzerinnen spontan im Wechselspiel mit dem Sänger zusammenstellen können. Wenn Flamencotänzer und -tänzerinnen eine klassische Tanzausbildung genossen haben, werden auch Flamencotänze mit neueren Tanzschritten verbunden (z. B. Joaquin Cortés).
Der Flamencotanz ist nicht völlig auf die rhythmische Fußtechnik zentriert. Wie z. B. beim Ballett oder bei orientalischen Tänzen ist beim Flamenco jeder Teil des Körpers involviert: Oberkörper, Arme, Hände, Finger, ja selbst die Blickrichtung ist wichtig. Vor allem die langsamen Passagen verlangen von einem Tänzer/einer Tänzerin sehr viel Ausdrucksstärke, um die Spannung aufrecht zu erhalten. Die vielgestaltige Abwechslung zwischen schnellen Fußtechniken und langsamen Passagen machen den eigentlichen Reiz und die Schönheit des Flamenco-Tanzes aus. Der baile flamenco ein sehr bodenverhafteter Tanz, bei dem sich viele Impulse nach unten richten, also „erdverbunden“ im Gegensatz etwa zur typischen Ballettfigur, die meist von schwebendener Leichtigkeit durchdrungen ist.
Die Tänzer und Tänzerinnen tragen traditionell Schuhe mit nägelbeschlagenen Absätzen aus Holz, die dazu dienen den Rhythmus zu schlagen. Die Frauen tragen oft Röcke, die einen besonderen Schnitt haben, da sie beim Tanz eingesetzt werden.
Der große Unterschied im Tanz der Männer zu dem der Frauen ist, dass bei den Tänzern häufig eckige und zackige Formen eingebaut werden, während die Tänzerinnen mehr runde Bewegungen zeigen. Außerdem sind die Hand- und Armbewegungen im Ausdruck sehr unterschiedlich, lassen sich aber auf dieselbe Grundform zurückführen. Die verschiedenen Formen passen sich seit einiger Zeit jedoch immer mehr aneinander an. So gibt es Tänzer, die z. B. auch mehr Hüftbewegungen einsetzten und die für den Flamenco so typische Handdrehung (floreos) schon weitgehend der weiblichen Form angepasst haben.

Feiertage
Die gesetzlichen Feiertage in Spanien haben teils religiösen, nationalen oder regionalen Ursprung. Jede Gemeinde hat das Recht jährlich 14 gesetzliche Feiertage auszurufen. Dabei werden bis zu 9 von der spanischen Regierung und mindestens 2 auf kommunaler Ebene festgelegt.

If one of the nine "national holidays" falls on a Sunday, the regional governments — the autonomous communities of Spain — can choose its replacement, or can let local authorities choose themselves. In practice, barring holidays falling on Sunday, the regional governments can pick up to three holidays per year; they also can deliberately choose fewer than three to allow for more options at local level.

Nationale Feiertage

Datum Deutscher Name Spanischer Name
1.Januar Neujahr   
Año Nuevo
6.Januar Heiligen 3 Könige Los Reyes
verschieden   
Karfreitag   
Viernes Santo
1.Mai Tag der Arbeit Día del Trabajador
15.August Maria Himmelfahrt Asunción
12.Oktober Tag der Hispanität (Tag von Kolumbus)
Día de la Hispanidad or Fiesta Nacional de España, Spaniens Nationalfeiertag
1.November Allerheiligen   
Día de todos los Santos
6.Dezember Tag der Verfassung Día de la Constitución
8.Dezember
Tag der unbefleckten Empfängnis Inmaculada Concepción
25.Dezember  .
Navidad Navidad

Regionale Feiertage
Der 28.Februar ist der Tag Andalusiens. Weitere regionale Feiertag ändern sich von Jahr zu Jahr, da es spanischer Brauch ist, einen Feiertag, der auf einen Sonntag fällt, auf den kommenden Montag zu verlegen.

Durchschnittstemperaturen

Jahres-Maximal/Minimaltemperaturen im Durchschnitt: Andalusien

Städte Jan    .
Feb    .
Mär    .
April    .
Mai    .
Juni    .
Juli    .
Aug    .
Sept    .
Okt    .
Nov    .
Dez    .
Cadiz 14,9 16,3 18,3 20,7 22,9 26,5 29,0 29,5 27,4 23,4 19,3 15,8
7,8 8,7 11,0 12,4 14,0 17,8 19,8 20,3 18,8 16,1 12,0 8,9
Cordoba   .
13,7 16,2 19,0 22,8 26,1 32,0 36,2 35,8 31,7 25,1 18,7 15,0
4,5 5,2 8,0 10,0 12,8 16,8 17,5 17,7 15,7 11,8 7,1 4,4
Granada 11,7 14,2 17,6 20,4 23,6 30,0 34,4 33,6 29,2 22,4 16,9 12,3
1,2 2,0 4,6 6,6 9,3 13,7 16,7 16,6 13,8 9,3 5,3 2,1
Malaga 16,0 17,1 19,2 21,1 24,1 27,8 30,0 30,4 27,7 23,5 19,8 16,8
7,7 8,1 10,1 11,3 14,0 17,5 19,9 20,5 18,4 15,0 11,7 9,1
Sevilla 15,3 17,4 20,3 23,3 26,4 32,1 36,0 35,8 31,9 25,7 20,1 15,9
6,5 6,4 8,9 11,1 13,4 17,3 19,8 19,8 17,8 13,8 10,0 6,8


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Durchschnitts-Wassertemperatur: Costa del Sol

Jan . Feb . Mär . April . Mai . Juni . Juli . Aug . Sept . Okt . Nov . Dez .
14,5 14,5 15,0 15,5 17,0 19,5 21,0 23,0 21,5 20,0 18,0 16,0


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Quelle: Wikipedia. Die freie Enzyklopädie

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